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Barbara Uthmann

Eine Vorrangstellung bei der Verbreitung des textilen Gewerbes im Erzgebirge hatte die Annaberger Patrizierin Barbara Uthmann inne.

Geboren wurde sie 1514 in Annaberg.
Als Tochter des einflussreichen Bauherren Heinrich von Elterlein erwies sie sich als äußerst geschäftstüchtige und weltgewandte Persönlichkeit ihrer Zeit. Nach dem Tod ihres Mannes, des im Bergbau erfahrenen Kaufmanns Christoph Uthmann (1507-1552), vermochte Sie als Geschäftsfrau Fuß zu fassen. Sie setzte sich emanzipiert über die Gepflogenheiten ihrer Zeit hinweg, die für Witwen allgemein einen männlichen Vormund in geschäftlichen Dingen vorsahen. Barbara Uthmann hingegen führte nicht nur die geerbten Gruben, Hügel und Hammerwerke weiter, sondern vermochte sie zu erweitern. Darüber hinaus erwarb sie in Annaberg umfangreichen Haus- und Grundbesitz und errichtete aber vor allem einen weitverzweigten Borten- und Spitzenhandel. Um 1571 verlegte sie 900 Bortenwirkerinnen, von denen eine große Zahl nicht nur am Klöppelsack saßen, sondern vermutlich auch an der Bortenlade arbeiteten.


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